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Speaker

Darf ich mich Vorstellen. Ich heisse Roger und  bin eine Art Lehrer.

Eine Art?

Weil ich Menschen gerne beim Lernen begleite. Aber wenig davon halte, ihnen zu sagen, was sie denken, fühlen oder tun sollen.

Ich stelle lieber Fragen. Manchmal angenehme. Manchmal anstrengende. Und hin und wieder eine, nach der es erst einmal still wird.

Nicht, weil ich die Antwort kenne. Sondern weil mich deine interessiert.

Was weiss ich schon?

Mit zwölf brachte mir mein Vater einen Gedanken bei, der mich bis heute begleitet: In einer Verhandlung müssen zuerst die Emotionen Platz haben, bevor wir über Fakten sprechen können. Mit sechzehn begegneten mir DISC und die Big Five. Seither lässt mich die Welt der Kommunikation nicht mehr los.

Menschen konstruieren ihre eigene Realität. Ich auch. Du auch.

Unsere Realitäten können sich ziemlich ähnlich sein. Sie können aber auch meilenweit auseinanderliegen – während wir beide überzeugt sind, vom Gleichen zu sprechen.
​
Wie finde ich heraus, wie deine Welt aussieht?

Ich frage. 

Und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb ich Kommunikation nach all den Jahren noch immer faszinierend finde.

Neugierig sein, bevor man urteilt.

«Ist so, weil war so, weil bleibt so.» - Damit kann ich wenig anfangen.

Wir sind erstaunlich schnell darin, Verhalten zu beurteilen. Wir erklären uns, warum jemand etwas tut, was er wohl denkt und was für ein Mensch er sein muss.

Das Problem dabei: Vielleicht liegen wir komplett daneben.

Ich versuche deshalb, Hypothesen als das zu behandeln, was sie sind: Hypothesen. Und dann frage ich nach.

Das braucht Neugier. Manchmal Geduld. Und die Bereitschaft, die eigene Sicht auf die Welt nicht mit der Welt selbst zu verwechseln.

Reibung erzeugt Wärme.

Ich bin direkt. Ich provoziere. Und ich gehe einem Konflikt nicht aus dem Weg, nur weil er unangenehm werden könnte.

Nicht, weil ich gerne streite.

Sondern weil in der Reibung etwas sichtbar werden kann, das vorher verborgen war. Gehen wir jeder Reibung aus dem Weg, wird es irgendwann ziemlich kalt. Niemand weiss mehr, was beim anderen eigentlich passiert.

Direkt sein und wertschätzend sein sind für mich deshalb keine Gegensätze. Im Gegenteil.
​
Ehrlich. Direkt. Und gemeinsam etwas konstruieren.

Ein ziemlich gerader Umweg.

Fast zehn Jahre Banking. Dazwischen Hotellerie, Personalvermittlung, Wirtschaftsprüfung, Werbe- und Webagentur – und sechs Monate als zwangsbeglückter professioneller Freizeitgestalter. Auf den ersten Blick nicht unbedingt ein Karriereplan.

Während meiner Suche habe ich allerdings etwas entdeckt, das sich durch all diese Stationen zieht: Menschen begleiten, fördern, fordern und motivieren hat mir überall Freude gemacht.

Mit 32 Jahre brachte mich ein Impuls von aussen auf die Idee, meine Leidenschaft zu professionalisieren.

Mit 38 Jahre gründete ich meine eigene Firma.

​Vielleicht war der Weg also gar nicht so krumm. Ich habe nur eine Weile gebraucht, um zu erkennen, wohin er führt.

Und warum «Speaker»?

Gute Frage.

Vielleicht, weil «Über mich» ziemlich langweilig gewesen wäre.

Ich bin kein professioneller Speaker und werde dir hier auch keine Liste meiner Keynotes präsentieren.

Aber stell mir eine Bühne hin und gib mir eine Stunde für Konstruktivismus, Didaktik, Watzlawick und die Absurditäten menschlicher Wahrnehmung – und wir können darüber philosophieren.

​Sehr gerne sogar.

Noch nicht genug? 

Meinen beruflichen Werdegang, Ausbildungen und Abschlüsse findest du auf LinkedIn.

Hier war mir etwas anderes wichtiger:

Dass du eine Vorstellung davon bekommst, mit wem du es zu tun hast.
​
Und vielleicht die eine oder andere Frage mitnimmst.

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